Geschichte der Musikkapelle
St. Martin in Passeier EO
Ein Blick in die Geschichte der Musikkapelle St. Martin zeigt, dass ihr Werdegang von zahlreichen Höhen und Tiefen geprägt war. Schriftliche Aufzeichnungen über das genaue Gründungsdatum liegen nicht vor. Aus mündlichen Überlieferungen ist jedoch bekannt, dass die älteste belegte Jahreszahl auf das Jahr 1872 zurückgeht.
Im Laufe der Zeit wurde die Kapelle mehrfach aufgelöst und wieder neu gegründet. Zeitungsberichten zufolge war das gesamte Passeiertal im Jahr 1905 zeitweise ohne Blechkapelle. Erst 1911 wurde die Musikkapelle durch Pfitscher Ignaz (Obmann Wanser Naz) wieder ins Leben gerufen. Aufgrund des Krieges und des Mangels an Musikanten musste sie jedoch bereits 1915 erneut aufgelöst werden. Im Jahr 1927 nahm die Kapelle unter Obmann Schwarz Johann Senior (Dorfbauer) ihre Tätigkeit wieder auf.
Ein weiteres einschneidendes Ereignis folgte am 30. Oktober 1935, als die Musikkapelle von den Faschisten verboten wurde: Beim Traubenumzug in Meran spielte man trotz Verbots den „Andreas-Hofer-Marsch“. In der Folge kam es zu Verhören des Obmannes und des Kapellmeisters sowie zur Beschlagnahmung der Instrumente.
Seit dem 2. Februar 1950 besteht die Musikkapelle St. Martin nun ununterbrochen.
Zurzeit besteht die Kapelle aus 50 Mitgliedern, davon:
- 39 Musikanten und Musikantinnen
- 6 Fähneriche
- 5 Marketenderinnen
- 1 Kapellmeister
Das Durchschnittsalter der Musikanten beträgt ca. 35 Jahre.
Pro Jahr hat die Musikkapelle ca. 80 Ausrückungen inkl. Proben.
Weitere interessante Details sind in unserer Festbroschüre und Chronik zu finden:

















































































